M. Steinke Arbeitssicherheit- und Umweltschutz

Brandschutz

Definition von Brandschutz

Unter Brandschutz brandschutz(BS) versteht man alle vorbeugenden Maßnahmen, die der Entstehung bzw. Ausbreitung eines Brandes durch Feuer oder Rauch entgegenwirken. Man spricht hier vom vorbeugenden BS oder von der Brandverhütung. Hierzu zählen:

  • Baulicher BS
  • Anlagentechnischer BS
  • Organisatorischer BS.

Baulicher Brandschutz

Die Mindestanforderung an den baulichen Brandschutz wird durch die Landesbauordnung geregelt z. B. wo eine Brandschutzwand zu errichten ist und welche Anforderungen sie erfüllen muss (Brandschutzklassen). Baulicher BS soll helfen, Brände zu verhüten, räumlich zu begrenzen und im Brandfall die Flucht- und Rettungswege zu sichern.

Anlagentechnischer Brandschutz

Zum anlagentechnischen Brandschutz gehören alle technische Einrichtungen, die dem Brand entgegenwirken wie Brandmeldeanlagen, Notbeleuchtung, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA), Brandschutzklappen usw.

Organisatorischer Brandschutz

Zum organisatorischen BS gehören alle innerbetrieblichen Regelungen, um Brandgefährdungen zu minimieren. Diese Regelungen umfassen

  • die Bestellung von Brandschutzbeauftragten und Brandschutzhelfern,
  • die Schutzmaßnahmen zu feuergefährlichen Arbeiten (z. B. Schweißen),
  • das Erstellen und Pflegen von der Brandschutzordnung, den Brandschutzplänen, Flucht- und Rettungswegeplänen,
  • das Freihalten von Flucht- und Rettungswegen,
  • die Überprüfung und Instandhaltung von Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen etc.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die jährlichen Sicherheitsunterweisungen und Brandschutzübungen. Die wenigsten Mitarbeiter wissen, mit welchem Feuerlöscher sie welche Brand-Art löschen können und hatten auch selbst noch nie einen Feuerlöscher in den Händen. Filme wie BG-Film: 🔗 TOP Info: Brand… , können Unterweisungen auflockern und das Übermitteln von Schulungsinhalten erleichtern.

Abwehrender Brandschutz

Wenn es trotz dem vorbeugenden Brandschutz zu einem Brand kommt, greift der abwehrende Brandschutz. Die wichtigste Aufgabe des abwehrenden Brandschutzes ist, dass der Brand gelöscht wird. Wenn der Brand schon zu groß ist, um ihn mit den handelsüblichen Feuerlöschern zu bekämpfen, übernimmt diese Aufgabe die Feuerwehr. Sie ist verantwortlich für Retten, Löschen, Bergen und Schützen.

Brandschutzklassen

Je nach Medium und Eigenschaft des Löschmittels, werden Feuerlöscher in Klassen eingeteilt. Für feste Stoffe muss ein Feuerlöscher der Klasse A verwendet werden, für flüssige Stoffe Klasse B und für gasförmige Klasse C. Wenn man einen Arbeitsbereich hat, in dem verschiedene Medien in unterschiedlichen Aggregatzuständen  vorkommen, sind ABC- oder AB- oder BC-Feuerlöscher notwendig. Für mögliche Metallbrände, z.B. wenn mit Leichtmetall (Magnesium, Aluminium) oder Metallstaub umgegangen wird, ist ein M-Feuerlöscher notwendig. Bei Brandgefährdung durch Fette ist ein F-Feuerlöscher bereit zu halten.

In Salzbadhärtereien und Galvaniken, in denen mit cyanidischen Stoffen umgegangen wird, darf nur mit einem trockenen, neutralen Medium der Brandherd bekämpft werden. In solchen Arbeitsbereichen wird meist ein Kaliumsulfat-Feuerlöscher für den Notfall bereitgestellt. In keinem Fall darf hier mit Wasser oder Kohlendioxid gelöscht werden. Wenn Cyanid mit Säure oder mit neutraler Feuchtigkeit zusammen kommt, entsteht das sehr giftige Blausäure-Gas.

Sie haben darüber hinaus noch Fragen? Gerne werde ich Sie bei der Umsetzung gesetzlicher Forderung bezüglich BS unterstützen!

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